Schadenfreiheitsklasse Fahranfänger

Schadenfreiheitsklasse als Fahranfänger

Für Fahranfänger ist die Kfz-Versicherung immer besonders teuer. Doch, woran liegt das? Das Fahranfänger so viel für Ihre Autoversicherung bezahlen müssen, hängt damit zusammen, dass ein Fahranfänger erst einmal mit einer sehr ungünstigen Schadenfreiheitsklasse startet. Das führt dazu, dass der Beitragsatz, den der Fahranfänger zahlen muss, sehr hoch ist und die Versicherung dementsprechend teurer wird. Denn als Fahranfänger startet man normalerweise mit Schadenfreiheitsklasse 0. Je nach der Versicherungsgesellschaft muss der Fahranfänger mit Schadenfreiheitsklasse 0 einen Beitragssatz zwischen 95 % und 100 % bezogen auf die Grundprämie bezahlen, teilweise sogar noch mehr. Zum Vergleich ein Versicherungsnehmer mit Schadenfreiheitsklasse 10 zahlt schon nur noch rund 40 % der Grundprämie.

Günstigere Schadenfreiheitsklasse für Fahranfänger

Es gibt jedoch auch verschiedene Möglichkeiten, wie man bereits als Fahranfänger an eine günstigere Schadenfreiheitsklasse gelangen kann. Wenn der Fahranfänger beim erstmaligen Abschluss einer Kfz-Versicherung schon seit mehr als drei Jahren einen Führerschein besitzt, kann er bei den meisten Versicherungsgesellschaften direkt mit der günstigeren Schadenfreiheitsklasse ½ einsteigen. Es lohnt sich also durchaus, die Führerscheinprüfung möglichst frühzeitig abzulegen.

Eine weitere Möglichkeit als Fahranfänger an eine günstigere Schadenfreiheitsklasse zu kommen, ergibt sich durch die Teilnahme an dem Programm zu begleiteten Fahren. Beim Programm zum begleiteten Fahren darf man bereits im Alter von 17 Jahren hinter dem Steuer eines Autos Platz nehmen, sofern eine eingetragene Begleitperson mit im Auto sitzt. So kann der Fahranfänger vorzeitig Fahrpraxis sammeln. Einige Kfz-Versicherungen belohnen die Teilnahme an dem Programm zu begleiteten Fahren, indem Sie den Fahranfänger direkt zu Beginn in eine günstigere Schadenfreiheitsklasse einstufen.

Mit höherer Schadenfreiheitsklasse bei der Versicherung der Eltern einsteigen

Wenn man als Fahranfänger direkt mit einer günstigeren Schadenfreiheitsklasse in die Autoversicherung starten will, sollte man sich genau überlegen, bei welcher Kfz-Versicherung man unterschreibt. Denn oftmals gibt es für Fahranfänger die Chance, mit einer günstigeren Schadenfreiheitsklasse zu beginnen, wenn man bei derselben Versicherungsgesellschaft unterschreibt, bei der auch schon die Eltern des Fahranfängers unter Vertrag stehen.

Verbesserung der Schadenfreiheitsklasse durch unfallfreies Fahren

Um als Fahranfänger dauerhaft an eine preiswerte Autoversicherung zu kommen, ist es natürlich unerlässlich, seine Schadenfreiheitsklasse zu verbessern. Dafür ist es notwendig, dass der Fahranfänger unfallfrei unterwegs ist. Denn nach einem unfallfreien Jahr wird die Schadenfreiheitsklasse des Fahranfängers im nachfolgenden Jahr eine Stufe hochgesetzt und der zu zahlende Beitragssatz sinkt. Mit der Zeit wird so die Kfz-Versicherung für den Fahranfänger immer preisgünstiger. Aber Vorsicht, sollte der Fahranfänger einen Unfall verschulden, geht es direkt mehrerer SF-Klassen abwärts.

Tipp: Wenn man als Fahranfänger zum ersten Mal eine Kfz-Versicherung abschließt, sollte man darauf achten, den Versicherungsvertrag nach Möglichkeit noch im ersten Halbjahr abzuschließen. Denn nur wenn der Versicherungsvertrag im laufenden Jahr länger als sechs Monaten bestanden hat, kann man im darauffolgenden Jahr eine Schadenfreiheitsklasse aufsteigen. Andernfalls gibt es bei vielen Kfz-Versicherern auch die Möglichkeit einer Rückdatierung des Versicherungsbeginns, um die für die Hochstufung der SF-Klasse notwendigen sechs Monate zu erreichen.

 

Quelle des Bildes: geralt